Stein auf Stein - Wie baue ich eine Rede auf?



Eine Betriebsratsrede für die Betriebsversammlung zu schreiben ist wie ein Haus zu bauen – Stein auf Stein.


Der Unterschied zum Haus bauen ist, dass deine Rede schneller fertig wird. Wenn du deine Rede in drei Bauabschnitte unterteilst, hast du eine perfekte Betriebsratsrede – einfacher geht es nicht.


1. Das Fundament – Der Anfang einer Rede


Deine Rede braucht wie ein Haus ein festes Fundament – einen starken Anfang. Deshalb beginne deine Rede nicht mit langen Begrüßungszeremonien und endlosen Vorstellungsrunden, sondern mit einer starken Botschaft.


Ein kurzes Hallo reicht, denn deine Kollegen und der Arbeitgeber kennen dich. Wenn du dich von den anderen langweiligen Rednern auf der Betriebsversammlung abheben willst, steige in deine Betriebsratsrede mit emotionalen Geschichten ein – und dann sagst du Hallo.


Deine Botschaft kannst du auch in eine rhetorische Frage verpacken, die du immer wieder geschickt in deine Rede einbaust. Auch mit Filmen, Bildern und Musik kannst du die Kollegen auf deine Rede einstimmen und sie in deinen Bann ziehen.


2. Das Haus – Der Kern einer Rede


Das Fundament deiner Rede ist gelegt. Nun baust du dein Haus in drei einfachen Schritten: Zuerst beschreibst du die aktuelle Situation oder das Problem. Dann nennst du das Ziel und zum Schluss die Lösung.


Der Betriebsrat ist meistens das Sammelbecken für Probleme. Mach aber nicht den Fehler, stundenlang auf der Betriebsversammlung über Probleme zu reden oder zu jammern, denn dadurch werden Probleme größer und nicht kleiner.


Deine Kollegen wollen wissen, wie der Betriebsrat die Probleme anpacken will. Das Betriebsverfassungsgesetz und andere Gesetze geben dir Macht, deine Ziele auch wirklich zu erreichen. Mit der Belegschaft im Rücken kannst du die Macht des Betriebsrates vergrößern – unterschätze das nie.


3. Der Einzug – Das Ende einer Rede


Das Haus deiner Rede ist fertig. Plane jetzt deinen Einzug ins neue Heim – das Ende deiner Rede. Eine Betriebsratsrede braucht nicht nur einen starken Anfang, sondern auch ein starkes Ende.


Viele Redner kündigen das Ende ihrer Rede mit diesen Worten an: „Ich komm dann mal langsam zu Schluss.“, „Zum Schluss möchte ich noch einmal die wichtigsten Punkte zusammenfassen.“ oder „Liebe Kolleginnen und Kollegen, danke für eure Aufmerksamkeit.“


Mit diesen Worten spülst du deine starken Botschaften weich und zerstörst deine Rede. Deshalb brauchst du am Ende deiner Rede einen starken letzten Satz – eine klare Botschaft an deine Kollegen oder an den Arbeitgeber, denn nur sie bleibt in den Köpfen hängen.


Und denke daran: Der erste Eindruck zählt, der letzte bleibt.


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