Intranet - Das digitale Gesicht des Betriebsrates



Endlich. Der Betriebsrat ist digital. Im Intranet. Die Zeit der trostlosen Schwarzen Bretter, der menschenleeren Sprechstunden und der zeitfressenden Betriebsrundgänge ist vorbei.


Schnell ein paar Zeilen in die Tasten hauen, ein Bild aus dem Internet hochladen und mit einem Klick veröffentlichen. Endlich.


Leider zu früh gefreut. Denn die Konkurrenz schläft nicht. Der Arbeitgeber, deine Kollegen und auch der Speiseplan tummeln sich im Intranet und buhlen um die Gunst der Belegschaft.


Deshalb braucht der Betriebsrat im Intranet ein digitales Gesicht. Ein Gesicht, das niemand vergisst.


1. Die Startseite – Kämpfe um einen ersten Platz


Wenn der Betriebsrat sofort ins Auge fallen soll, brauchst du auf der Startseite des Intranets einen Platz in der ersten und nicht in der letzten Reihe.


Auch wenn der Arbeitgeber den besten Platz für sich reserviert hat – es ist sein Intranet – musst du dich nicht mit einem schlechten Platz zufrieden geben.


Ein prominenter Platz entscheidet darüber, ob deine Kollegen den Betriebsrat anklicken oder doch lieber im Speiseplan stöbern.


Wie kannst du herausfinden, ob du auf der Startseite auf Anhieb gesehen wirst? Mach selbst den Test oder frag ein paar Kollegen.


2. Das Logo – Setze ein starkes Zeichen


Ein Logo ist ein graphisches Zeichen. Es kann aus einer reinen Wortmarke, Bildmarke oder Wort-Bild-Marke bestehen. Das BR Logo sollte der Belegschaft signalisieren, wer der Betriebsrat ist und was er macht.


Einen Namen hast du durch das Betriebsverfassungsgesetz: Betriebsrat. Du bist aber nicht irgendein Betriebsrat in Deutschland, sondern der Betriebsrat eines Unternehmens.


Deshalb kombinieren Betriebsräte meistens die Worte „Betriebsrat“ oder „BR“ mit dem Logo und den Farben ihres Unternehmens. Du kannst aber auch ein anderes Logo entwickeln.


Verändere aber niemlas das Logo des Unternehems. Es ist urheberrechtlich geschützt. Ob du das BR Logo eins zu eins auf der Startseite platzieren kannst, hängt von den technischen Möglichkeiten des Intranets ab.


3. Die Struktur – Mach es deinen Kollegen leicht


Um deine Leser nicht in den digitalen Informationsfluten zu verlieren, brauchst du eine einfache und klare Struktur für die Rubriken – auch Menüleiste genannt.


Klassische Rubriken sind: Aktuelles, Betriebsrat, Ausschüsse, Betriebsvereinbarungen, Recht, Fragen und Antworten, Termine, Kontakt, JAV, SBV, Gewerkschaften, Impressum.


Für mehr Informationen müssen deine Kollegen auf eine Rubrik klicken. Nimm deshalb alle Rubriken unter die Lupe: Wissen deine Kollegen, was ein Ausschuss ist? Welche Termine verbergen sich hinter dieser Rubrik? Was ist JAV?.


Machen diese Worte Lust auf einen Klick? Wenn nicht, verwende andere Formulierungen: Wer sind wir? Was machen wir? Was wollen wir? Was ist los? Wollen wir reden?…


4. Der Redaktionspaln – Arbeite wie ein Journalist


Eine Zeitung würde ohne Redaktionsplan nicht erscheinen. Deshalb arbeibe wie eine Journalist – mit System.


Ein Redaktionsplan besteht aus einem Zeitplan und Themenplan. Wenn du dich nicht daran hältst, brauchst du dir die Arbeit nicht zu machen.


Unterteile den Redaktionsplan in digital und analog, sofern nicht alle einen Computerarbeitsplatz haben. Einen Newsletter gestalten, ausdrucken und verteilen frisst mehr Zeit als ein Klick.


Auch wenn du mit einem Redaktionsplan arbeitest, bleib immer flexibel, um auf aktuelle Ereignisse im Betrieb blitzschnell zu reagieren – wie ein Journalist.


5. Die Zeit – Schreib dir die Finger wund


Im digitalen Dschungel lauert noch eine andere Gefahr: Die Zeit. Eine Nachricht verdrängt die andere. Dein Newsletter verschwindet schneller vom Bildschirm als er gelesen wurde.


Denn auch der Arbeitgeber und die Belegschaft sind im Intranet. Schreiben sie nur zum Zeitvertreib? Nein. Sie zeigen auch ihr digitales Gesicht und rücken es ins rechte Licht.


Was kannst du tun? Schreibe einen Newsletter. Jede Woche. Kurz und knackig. So trainierst du deinen Schreibmuskel und bleibst im Gedächnis deiner Kollegen.


6. Der Leser – Frag deine Kollegen


Nein. Bitte keine Umfrage. Einfach miteinander reden – ob in der Mittagspause, am Kaffeeautomaten oder im Flur. Danach weißt du, wie der Betriebsrat im Intranet ankommt.


Frag nicht nur deine Lieblingskollegen, sondern auch Kollegen, die den Betriebsrat kritisch sehen. Nimm alle Antworten ernst, denn sonst verliert der Betriebsrat sein Vertrauen und seine Glaubwürdigkeit.


Und wenn deine Kollegen im Intranet des Betriebsrates auch zu Wort kommen, wird dein digitales Gesicht noch schöner.

Und denke daran: "Wer nicht auffällt, fällt weg."


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