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Betriebsrat Newsletter - Die 7 größten Fehler unter die Lupe genommen


Betriebsrat Newsletter schreiben und Fehler vermeiden

Wie ein Detektiv habe ich stundenlang Newsletter von Betriebsräten unter die Lupe genommen. Und die 7 größten Fehler entdeckt, die Betriebsräte beim Schreiben immer wieder machen.


Wo landen diese Newsletter? Im Archiv oder im Papierkorb. Damit deine Kollegen deine Betriebsrat Newsletter lesen, vermeide diese sieben Fehler.


1. Fehler - Der Betriebsrat Newsletter hat eine langweilige Betreffzeile


Die Betreffzeile deiner Mail hat nur ein Ziel: Sie soll neugierig auf den Newsletter des Betriebsrates machen. Sie entscheidet, ob deine Kollegen ihn lesen oder löschen


Auf meiner Spurensuche sind mir diese Betreffzeilen über den Weg gelaufen: Newsletter Nr. 10, BetriebsRAT Juli 2019 und BR Intranet 02.02.2023. Machen diese Lust auf Lesen? Nein.


Deshalb schreibe nicht den Namen deines Newsletters in die Betreffzeile. Und auch nicht die Themen des Newsletters wie Betriebsvereinbarung Mobiles Arbeiten, denn dann hast du schon fast alles verraten.



2. Fehler - Der Betriebsrat Newsletter ist lang wie ein Roman


Deine Kollegen müssen jeden Tag viele Mails lesen. Und plötzlich landet nach Wochen oder Monaten der Newsletter des Betriebsrates in ihrem Postfach - lang wie ein Roman.

Kein Wunder, dass sich deine Kollegen von den vielen Seiten erschlagen fühlen. Keine Lust oder Zeit haben, den Newsletters von Anfang bis Ende aufmerksam zu lesen.


Schreibe daher nicht über viele Themen, sondern konzentriere dich beim Betriebsrat Newsletter schreiben auf ein aktuelles Thema oder die wichtigsten drei Themen. Dann wird der Newsletter automatisch kürzer - wenn du kein heimlicher Romanschreiber bist.



3. Fehler - Der Betriebsrat Newsletter ist eine Bleiwüste


Deine Texte haben hunderte oder tausende Buchstaben? Ohne Überschriften, Zwischenüberschriften und Absätze? Ohne Bilder und Graphiken? Dann schickst du die Belegschaft in die Bleiwüste.


Woher stammt das Wort Bleiwüste? Aus einer Zeit, in der Zeitungen im Bleisatz gedruckt wurden. Die Buchstaben aus Blei wurden mit der Hand dicht an dicht gesetzt, so dass der Text wie eine Bleiwüste aussah.


Auf meiner Suche habe ich einen einseitigen Newsletter mit einem kurzen Text gefunden, der wie eine Bleiwüste aussah. Im Gegensatz zu einem vierseitigen Newsletter mit sieben langen und kurzen Texten. Was war sein Geheimnis? Ein gutes Layout.


4. Fehler - Der Betriebsrat Newsletter hat ein schlechtes Layout


Wer entscheidet über ein gutes oder schlechtes Layout deines Newsletters? Die Augen des Lesers. Meine Augen haben in den letzten 10 Jahren sehr viele Newsletter von Betriebsräten gesehen.


Ich habe Newsletter mit und ohne Bilder gesehen. Newsletter mit und ohne Logo des Betriebsrates. Newsletter mit und ohne Farbe. Aber noch nie einen Newsletter, bei dem ich glänzende Augen bekommen habe.


Dabei können Betriebsräte professionelle Newsletter schnell und einfach mit kostenlosen Designprogrammen gestalten. Und bekommen viele tolle Ideen für ihre Newsletter, dass sie aus dem Staunen nicht mehr rauskommen.



5. Fehler - Der Betriebsrat Newsletter ist eine Tagesordnung


In meinen Seminaren rate ich Betriebsräten immer zum Tagesordnungspunkt „Themen für die Öffentlichkeitsarbeit des Betriebsrates“, damit die Betriebsratsmitglieder nicht für den Papierkorb schreiben, die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig sind.


Gleichzeitig warne ich Betriebsräte, den Newsletter wie eine Tagesordnung zu schreiben. Denn erstens ist die Betriebsratssitzung nicht öffentlich und zweitens sind vielen Themen nach der Sitzung weder spruchreif noch druckreif.


Deshalb mache niemals den Fehler und schreibe auf den Betriebsrat Newsletter: „Aus der Tagesordnung der Sitzung des Betriebsrates am ... “ und schreibe die Tagesordnungspunkte der Betriebsratssitzung darunter.



6. Fehler - Der Betriebsrat Newsletter ist ein Stimmungskiller


Beim Lesen eines Newsletters war meine Stimmung sofort im Keller. Denn Verhandlungen über Interessenausgleich und Sozialplan sind schlechte Nachrichten für die Belegschaft. Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz.


Meine Stimmung wurde aber auch nicht besser, als ich gute Nachrichten wie den Abschluss einer Betriebsvereinbarung zum Umgang mit Mehrarbeit und Überstunden, die Verlängerung des Jobtickets oder das Leasen von Fahrrädern las.


Warum? Weil diese Newsletter so trocken wie das Betriebsverfassungsgesetz geschrieben wurden. Scheibe deshalb so, wie du mit deinen Kollegen im Flur am Kaffeeautomaten oder in der Kantine sprichst. Dann werden deine Texte lebendiger und machen Lust auf Lesen.



7. Fehler - Der Betriebsrat Newsletter hat kein Ziel


Was ist das Ziel deines Newsletters? Was sollen deine Kollegen nach dem Lesen des Newsletters machen? Den Newsletter archivieren oder löschen? Ich habe mich auf die Suche gemacht und diese Klassiker gefunden:


„Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns gerne an.“, „Bei Fragen zum Thema Arbeitszeit können Sie sich gerne an uns wenden.“ oder „Wir empfehlen, den Interessenausgleich und Sozialplan aufmerksam zu lesen.“.


Mit diesen Worten fordern die Betriebsräte ihre Kollegen zu einer konkreten Handlung auf. Und wenn dich keine Fragen aus der Belegschaft erreichen? Dann mache weiter, am Ende des Newsletters deine Kollegen zu einer Handlung zu bewegen. Es müssen ja nicht immer die Klassiker sein.



Und am Ende fand ich "Die lange Bank"


Eine Rubrik, die der Betriebsrat einer Bank ins Leben gerufen hat, um am Ende jedes Newsletters über die Themen zu informieren, die auf die lange Bank geschoben wurden. Genial. Denn der Betriebsrat wird sich hüten, seinen Newsletter auch auf die lange Bank zu schieben.



Und denke daran: " Wer schreibt, macht Fehler. Wer viel schreibt, macht viele Fehler. Ich kenne Betriebsräte, die machen keine Fehler.



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